Webshop: Produktdarstellung optimieren

Produktdetailansichten müssen überzeugen um den Kauf anzuregen

In einem online Shop können Produkte nicht angefasst werden, daher ist die Detailansicht der wichtigste Verkaufstreiber. In dieser ConversionClinic sehen wir anhand der Produktdarstellung von neckermann.de worauf es ankommt.

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Von der Kategorie- zur Detailansicht: Call to Action richtig setzen

Die Darstellung der Produkte in der Kategorieansicht gibt dem Kunden einen raschen überblick. Möchte man spezielle Artikel hervorheben, so ist dies vom dezenten Einsatz des Calls to Action abhängig. In der Review ist ein typischer Fehler schön zu sehen: Zu kleine Hotspots, die den Besucher die Navigation erschweren. Passt das Vorschaubild dann auch nicht zur Detailansicht, ist die Conversion schon etwas angeschlagen.

 

Preisangaben müssen stimmig sein – auch bei Produkten mit Varianten

Klickt der Besucher auf das Vorschaubild, auf dem ein Preis angezeigt wird, so muss dieser Preis auch für die Detailansicht gelten. Kommt es hier zu Unregelmäßigkeiten wird der Besucher irritiert und der Abverkauf erschwert sich. Vor allem beim Preis muss völlige Transparenz vorherrschen.

 

Produktvorschaubilder als Conversion Treiber

Das stimmige Gesamtbild der Produktdetailansicht wird sehr stark von den Vorschaubildern getragen. Der Kunde muss ganz genau wissen: „Welches Produkt kaufe ich?“ Besonders in der herausfordernden Darstellung von Varianten ist bei Interfacedesignern Kompetenz gefragt.

 

Lightboxen im Checkoutprozess strategisch einsetzen

Lightboxen eigenen sich vor allem dazu, um Besucher über Details rund um den Verkauf zu informieren. Der Vorteil dabei liegt darin, dass die Kunden die Seite nicht verlassen, sondern nach dem Schließen der Lightbox wieder auf der Detailseite landen und den Checkoutprozess ohne Unterbrechung durchführen können.

 

Tücken im Produktzoom

Bei der vergrößerten Ansicht von Produktbildern (im Reviewvideo an Position 10:50) ist vor allem auf ein einfaches und intuitives Interface zu achten. Nicht alles was technisch möglich ist, macht auch Sinn. Wesentlich ist, dass die Zoomansicht einen Beitrag zur Conversion leisten muss und kein technisches Gimmick darstellen soll.

 

Navigationsarchitektur und Seiteneffekte

Vor allem bei der Vielfalt an technischen Tools und Scripts ist auf die Seiteneffekte zu achten. An Position 13:28 findet sich ein schönes Bespiel wie aufgrund eines einfachen Fehlers die gesamte Seite ins kippen gerät. Das Vertrauen ist erschüttert. Der Kunde fragt sich in derartigen Situationen oft: Ist der Checkoutprozess dann auch vertrauenswürdig? Und das will jeder Shopbetreiber vermeiden. Daher ist unbedingt auf die Seiteneffekte von Scripts zu achten.

 

Supportseiten für den Verkauf

Ab Position 18:50 besprechen wir jene Merkmale einer Produktdetailseite, die nach der Überzeugung des Kunden notwendig sind, um den Kauf online zu tätigen. Dabei geht es vor allem um die Seiten Versandkosten, Rabatte, Lieferung.
Viel Spaß damit.

 

Die Reviewer

Kai Radanitsch

Kai Radanitsch beantragte 1994 seine erste Email Adresse an der Uni. Von da an nahm ihn das Web gefangen. Anfangs verdiente er seine Sporen als Webdesigner in Hinterzimmern von Werbeagenturen, um dann später selbst als Agenturchef Kunden wie RedBull, Renault oder TUI zu beraten. Nach 7 Jahren verkaufte er den 40-Mann Laden, finalisierte sein Studium und ging viel Segeln und Snowboarden. Heute agiert er in München als freier Berater für strategische Conversion Optimierung, ist fast immer ausgebucht und hat richtig Spaß dabei. twitter: @ebusinesslab.com

Günther Eisl

Er mag die Zahlen 42 und 23. Außerdem Gitarren und Pareto. Er segelt wenig und beschäftigt sich mit Suchmaschinen und Hebelwirkungen.

  • Hallo Ihr beiden, super tolle Beispiele hier in Eurer Clinic ;-)
    Die Videos sind echt gut gemacht, es macht richtig viel spass Euch beiden bei der Arbeit zu zuhören bzw. zu zusehen. Dafür Danke! Im Beispiel oben von NM, kann man schön sehn, was man alles durch halbherzigkeit verlieren kann. Auch hätte ich nicht gedacht (Stand 17.10.11), das die Fehler noch immer online sind.